Schon seit längerer Zeit suchten wir nach einem Partner für ein Hilfsprojekt in Osteuropa. Tom schwebte die Unterstützung eines Waisenhauses oder einer Schule vor. Ein solches Projekt selbst in die Hand zu nehmen, war uns zu riskant, da wir ohne Vertrauenspersonen vor Ort nicht sicher sein konnten, daß die Spenden wirklich den Kindern zugute kommen würden.
Im Oktober 2004 sind wir dann - eher zufällig - auf den Verein "Freunde der Kindern von Tschernobyl Hargesheim e.V. " gestoßen. Nach einem ersten langen Telefonat mit Frau Sabine Schwarz, der 1.Vorsitzenden des Vereins "Freunde der Kinder von Tschernobyl Hargesheim e.V.", war der Funke übergesprungen. Uns gefiel dieser kleine Verein, der mit unglaublich viel persönlichem Engagement, Herz und Freude schon so viel auf die Beine gestellt hatte! Die Projekte des Vereins haben uns sofort angesprochen und da die "Chemie" von Anfang an stimmte, entschlossen wir uns, die freundliche Einladung von Frau Sabine Schwarz anzunehmen und nach Hargesheim zu fahren.
In Hargesheim, einem kleinen Ort in der Nähe von bei Bad Kreuznach, trafen wir uns dann am 11. November 2004 erstmalig mit den Vorstandsmitgliedern des Vereins. An einem grossen Tisch haben wir uns alle persönlich kennengelernt und InterFriendship vorgestellt. Dann haben wir viel über den Verein erfahren, den Anfängen und die ganz persönlichen Beziehungen der Mitglieder des Vereins zu den Menschen in Otor. Das Dorf Otor, welches unterstützt wird, liegt im Süden von Weissrussland. Alles hatte 1992 begonnen, als Sabine Schwarz, eben selbst Mutter geworden, ein kleines Mädchen für ein paar Wochen nach Deutschland eingeladen hatte ...
So viele Gespräche und Geschichten machten hungrig! Ganz nach russischer Gastfreundschaft wurde später
aufgetischt, die Frauen hatten groß gekocht! Der Abend wurde länger und länger. Und völlig formlos
beschlossen der Verein und InterFriendship, das wir "gemeinsam etwas machen!" Rainer Schwarz stellte Wein
und eine Flasche original weißrussischen Vodka auf den Tisch!
Wir machten Pläne, studierten Landkarten und erstellten Listen mit Ideen.
Und Fotos haben wir natürlich auch gemacht.