Sonntag, 18.04.1999

    Gaugin, Tahitianische Frauen, 1891

      Samstag, 17.04.1999

    Die Tage vergehen im Flug! Viele Briefe haben wir beantwortet und eine ganze Menge neuer Situationen kennengelernt, für die wir erst einmal neue Lösungen finden mussten.
    Unsere InterFriendship-Datei hat fast 2.000 einzelne Dateien (nicht Frauen!) und mittlerweile haben wir 15 Bearbeitungsstatus-Stufen definiert, bevor wir uploaden können: "Brief erhalten", "Brief beantwortet", "warten auf neue Fotos", "Daten komplett/nicht komplett", "eMail geschrieben", "Fotos eingescanned", "Fotos bearbeitet" (Ralf, der kann's!), "Eigen-Frauen-Beschreibung getextet" etc, etc. . Und manchmal müssen wir doch die ganzen Ordner durchsuchen...

    Wir haben schon ein Dutzend Portraits in die Homepage gestellt. Andy's Programm funktioniert wirklich! Wir sind sehr glücklich darüber. Noch ein paar kleine Fehler gibt es, deshalb ist die aktuelle Seite noch nicht online. Aber bald.

    Winter kehrt zurück (1) . Die Salatpflanzen, die Tom im Garten gesetzt hat sind leider erfroren. Und Ralf hat neuerdings ziemliche Angst davor, irgendwann einmal RUDI draussen zu vergessen. RUDI ist, glauben wir, sowieso schon ein Teil des Teams geworden. Wir werden ihn bald einmal vorstellen. Er wird sich freuen. Gestern hatten wir eine Foto-Session mit RUDI. Er war ziemlich gut drauf. Bald gibt es mehr!

    Winter kehrt zurück (2) . Da gibt es noch einen Krieg, der weiter geht.
    Tausende von Kosovo-Albanern werden verjagt
    Wann hört das endlich einmal auf?
    Salatpflanzen im Garten, was für Probleme!!
    Ein paar hundert Flüchtlinge sind nach Deutschland ausgeflogen worden, nach Nürnberg.- Nürnberg ist etwa 150 km entfernt von München. Diese Dinge passieren hier um die Ecke. Die Finanzminister der EU haben heute einen Stundungs-Erlaß fuer die Zinsen d e r Laender beschlossen, die die Flüchtlinge aufnehmen. Das kostet so in etwa 300 Mio Mark.
    Die kleine Stadt 10 km weit weg (35.000 Einwohner) hat gerade 30 Mio Mark für ein neues Hallenbad ausgegeben...

    Briefe!
    Wir können unmöglich alle Brief erwähnen, die uns erreichen, fast alle sind sehr persönlich und ehrlich. Wir erfahren viel über die Situation in Russland und den anderen GUS-Laender, über die Schwierigkeiten und Mühen.
    Was es braucht, weiterzumachen, immer Hoffnung zu haben, die Chance zu suchen, diesen einen Menschern zu finden...
    Olga S. hat uns in ihrem Brief erzählt, sie habe 10 "Agenturen" angeschrieben, keine hat es nicht einmal für nötig gehalten, ihr verdammt noch 'mal zu antworten. Schrecklich und zynisch.
    Der bewegendsten Brief von allen war jedoch der von Alina K., der uns heute erreichte. Alina hat geschrieben, was sie denkt, was sie fühlt, sie hat ihr Herz auf's Papier gebracht.
    Sobald wir ihre Erlaubnis haben, werden wir ihren Brief im DIARY veröffentlichen.
    Nein, Alina, Du forderst nicht zu viel vom Leben.Es ist keine zu hohe Forderung an das Leben, für Dich und Deine zukünftigen Kinder eine sichere Umgebung haben zu wollen,es ist keine zu hohe Forderung an das Leben, einen Platz zu wollen, an dem Fähigkeiten gebraucht werden und gesucht sind, es ist keine zu hohe Forderung an das Leben, ohne Verrat und Angst leben zu wollen, nicht mehr mit Zähnen und Krallen kämpfen zu müssen.
    Es ist nicht zu viel verlangt, glücklich sein zu wollen...

    InterFriendship ist nicht einfach nur eine Idee, nicht nur so ein kleines Business in diesem Internet Jungel.

    Interfriendship das sind: MENSCHEN.

    Anybody out there?


      Montag, 12.04.1999

    Für uns war es ein beschäftigter, erfolgreicher und froher Tag!

    Tom fuhr um 9:30 zu Ralf, wieder ein InterFriendship-Tag; vorher ein Abstecher bei der Post, um neue Briefe abzuholen: viele Briefe, mit Fotos.

    Ein paar Stunden haben wir die Briefe gelesen, die Daten in unserer Datenbank erfasst, in einigen Faellen zurueckgeschrieben, wenn Informationen gefehlt haben (oder wenn wir die Handschriften nicht entziffern konnten, armer Ralf!).

    Ein besonderes und ganz herzliches "Hallo" an diejenige, die unsere Adresse an drei Freundinnen weitergegeben hat. Wir wissen noch nicht, wer das war. Na, immerhin haben uns geschrieben Lena L., Lyudmilla P. und Natalia T., alle aus Minsk. Danke für die Briefe!

    Nach der konzentrierten Arbeit gingen Ralf und Tom ins Fitness-Studio um ein paar Eisen zu stemmen, etwas in der Sauna zu schwitzen und -um etwas Kaffee und Kuchen zu futtern. Nach allem brauchten wir das...

    Tom hat den Abend damit verbracht, Bilder einzuscannen, zu scannen, zu scannen...

    In zwei Tagen werden wir unsere Seite hochladen gefüllt mit einigen der Portraits, von denen uns alle Daten und Fotos vorliegen.
    Frauen, die online sind, können so sehen, wie ihr Portrait aussehen könnte (und danach mitmachen!).

    Das Projekt ist immer noch sehr aufregend und wir können es kaum erwarten, richtig loszulegen!!

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